Episode 54 – Impulse steuern – einer von sieben Schlüsseln zur Veränderung

In dieser fesselnden Podcastfolge geht es darum, wie man mit Beschwerden von Kunden am Telefon umgehen und bewusste Entscheidungen treffen kann, sowohl in Bezug auf das WAS als auch das WIE. Der Fokus liegt darauf, aus dem Dilemma der Entweder-oder-Entscheidungen herauszukommen und stattdessen loszulassen statt zu kontrollieren. Durch das Erkennen von Mustern und das bewusste Steuern von Impulsen können wir neue Verhaltensweisen erlernen und unsere Reaktionen aktiv beeinflussen.

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Inhalt der Episode

In dieser fesselnden Podcastfolge geht es darum, wie man mit Beschwerden von Kunden am Telefon umgehen und bewusste Entscheidungen treffen kann, sowohl in Bezug auf das „WAS“ als auch das „WIE“. Der Fokus liegt darauf, aus dem Dilemma der Entweder-oder-Entscheidungen herauszukommen und stattdessen loszulassen statt zu kontrollieren. Durch das Erkennen von Mustern und das bewusste Steuern von Impulsen können wir neue Verhaltensweisen erlernen und unsere Reaktionen aktiv beeinflussen.
Die Episode bietet praktische Tipps und mentale Anweisungen, wie man zwischen Reiz und Reaktion einen Raum schafft, um eine offene und konstruktive Haltung einzunehmen. Mit anschaulichen Beispielen und Übungen zeigt der Podcast, wie man automatisierte Reaktionen unterbinden und so zu mehr Gelassenheit und Erfolg im persönlichen und beruflichen Leben gelangen kann. Erfahre, wie du dein Verhalten steuern und bewusste Entscheidungen treffen kannst, um positive Veränderungen herbeizuführen.

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Maike Lenz-Scheele

Transkript zu dieser Episode

Transkript der Episode

Veränderungen entschlüsseln – für mehr Erfolg und Gesundheit Lenz 4 Business – der Podcast für Menschen und Organisationen von und mit Maike Lenz-Scheele.

Hallo und herzlich willkommen hier ist Maike.

In der heutigen Episode geht es darum, wie ich damit umgehen kann, wenn ich einen Kunden am Telefon habe, der sich beschwert. Und es geht darum, eine Entscheidung zu treffen, wie ich etwas tun möchte. Nicht nur was, das natürlich auch, aber auch, wie ich etwas tun möchte und wie wir aus dem Dilemma der Entweder oder Entscheidungen rauskommen und das Loslassen statt kontrollieren und wie das gelingen kann, ohne sich die Zunge abzubeißen. Viele Menschen stecken in Mustern fest und merken es gar nicht. Aus Gewohnheit tun sie immer das Gleiche und sind sich dabei überhaupt nicht bewusst, dass es auch anders gehen könnte. Einfacher, leichter und weniger missverständlich in Gesprächen. In dieser Episode erfährst du, wie neues Verhalten gelingt und vor allem, wie du es selbst steuern kannst. Es gibt ein Zitat, das es wunderbar auf den Punkt bringt Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum. In diesem Raum liegt die Macht unserer Wahl. In unserer Reaktion liegt unsere Entwicklung und unsere Freiheit. Dieses Zitat ist von Viktor Frankl. Wir dürfen lernen, zwischen Reiz und Reaktion zu unterscheiden. Reize sind nur bedingt änderbar, jedoch können wir unsere Reaktion auf den Reiz beeinflussen. In dieser Episode setze ich Impulse mit Reizen gleich und sie zu steuern, das erfordert eine Steuerungskompetenz, die uns befähigt, aktiv in solch einen Prozess einzugreifen, der viel mit Entscheiden zu tun hat. Entscheidungen können sehr unterschiedliche Formen annehmen. Bei den sogenannten Blitzentscheidungen treffen wir unsere Entscheidung in Millisekunden auf Grundlage von Erfahrung und Intuition.

 

Bei unwillkürlichen Entscheidungen trifft unser autonomes Nervensystem die Entscheidung für uns. Diese laufen noch schneller ab. Wir sagen dann vielleicht etwas, was wir gar nicht aussprechen wollten. Schon sind die Worte draußen und wir können sie nicht mehr ungeschehen machen. Und dann gibt es die ganz wohlüberlegten, bewussten Entscheidungen. Je nach Kontext, Situation und Zusammenhängen kann die Art der Entscheidung variieren. Wenn wir am Arbeitsplatz sitzen und plötzlich ein Kunde anruft, um sich zu beschweren, läuft ein bestimmter Reiz Reaktions Mechanismus ab. Durch die Beschwerde und die damit verbundenen Gefühle seines Ärgers zieht sich der Mitarbeiter unwillkürlich zusammen. Seine Atmung wird flach, die Zähne werden zusammengebissen. Das ganze biophysische System des Menschen reagiert auf dieses Beschweren. Diese Reaktionen geschehen unwillkürlich. Der Mitarbeiter entscheidet nicht bewusst, dass er die Zähne zusammenbeißt. Es passiert einfach. Mit einem gewissen Grad. An Bewusstheit können wir uns zwar dabei beobachten, die körperliche Reaktion ist jedoch so schnell, dass wir nicht noch schneller eingreifen können. Der erste Schritt ist nun erst einmal zu akzeptieren, dass es diese superschnellen Reaktionen unseres gesamtheitlichen Systems gibt. Nun haben wir die Möglichkeit zu intervenieren. Wir richten uns aus. Hier kommt eine weitere Kernkompetenz zum Tragen, nämlich konstruktiv Selbstgespräche führen oder Selbstgespräche konstruktiv führen. Wir können uns die verschiedenen Optionen bewusst machen, die wir überhaupt haben. Welche Reaktionsmöglichkeiten gäbe es denn noch? Im vorgenannten Beispiel mit dem Kunden, der sich beschwert am Telefon wäre das Folgende möglich Wir könnten uns weiter zusammenziehen, jedoch jetzt auf einer bewussten Ebene. Wir könnten einfach weiter telefonieren und uns parallel mentale Anweisungen geben.

 

Wir könnten uns während des Telefonierens auch hinstellen, uns einmal um die eigene Achse drehen und schon sind wir in einem anderen Zustand, einer anderen Verfassung. Wir könnten uns für solche Fälle auch einen Back Pocket Plan zurechtlegen und uns in dem Zusammenhang sagen Sehr interessant. Der Kunde möchte uns helfen, dass unsere Produkte und Dienstleistungen noch besser werden. Vielen Dank dafür. Auch dann entsteht eine andere Haltung der Situation gegenüber. Diese verschiedenen Optionen sehen wir erst, wenn wir zwischen Reiz und Reaktion ein Raum öffnen. In der Alexandertechnik nennen wir dieses Vorgehen das Innehalten oder das Unterbinden der gewohnheitsmäßigen Reaktion. Im heutigen Sprachgebrauch hat das Wort Innehalten inzwischen eine abgewandelte Bedeutung bekommen, weswegen ich in der weiterführenden Betrachtung hier lieber die Begrifflichkeit des Unterbindens der gewohnheitsmäßigen Reaktion benutzen möchte. Unterbinden können wir die Geschwindigkeit. Wir entschleunigen bewusst, um aus dem gewohnheitsmäßigen Reizreaktionsmechanismus herauszukommen, der oft mit sehr schnellem Tempo zu tun hat. Bei der Kernkompetenz des Impulse Steuerns holen wir die Reiz Reaktions Mechanismen auf unsere Bewußtseinsbühne. Erst dadurch können wir uns den Umstand, den Sachverhalt, die Situation und unser damit einhergehendes Verhalten anschauen und uns Optionen dazu überlegen. Impulse sind Reize von außen oder von innen, die auf uns einwirken. Äußerliche Reize sind Geräusche, Lichter, das Verhalten von Menschen und auch Kommentare. Diese können sogar heftige Impulse sein, die dann wiederum schnell eine Gegenreaktion unsererseits auslösen. Beim Empfinden von Kälte, einem äußeren Reiz, ziehen wir die Schultern hoch. In dieser unwillkürlichen Reaktion steckt kein weiterer Sinn. Sie wird jedoch aus kultureller Gewohnheit heraus von den meisten Menschen ausgeführt.

 

Reize können auch von innen, aus uns selbst heraus kommen. Das kann ein Seufzen, eine Anspannung, eine Enge, ein Zwicken sein, auf welches wir dann ebenfalls in gewisser Art und Weise reagieren. Beispielsweise ziehen wir uns bei einem Schmerzempfinden zusammen. Zu den inneren Reizen gehört auch die Plaudertante, die innere Stimme, die Reize kommentiert und vor allem meistens auf destruktive Art und Weise beurteilt. All die vorgenannten Reize können wahrgenommen und unterbunden werden. Wie geht das? Auf der körperlichen Ebene dürfen wir zuerst wahrnehmen, was als Reaktion auf einen Reiz geschieht. Das heißt, dass wir die automatisierte, unbewusst ablaufende körperliche Reaktion möglichst frühzeitig erkennen und diese dann unterbinden. Das Unterbinden geschieht auf der mentalen Ebene. Es geht nicht darum, die Reaktion mit einer Kraftanstrengung zu unterdrücken, sondern wir dürfen unserem System konstruktive Gedanken anbieten, welche die Koordination unseres gesamten Systems fördern. Unsere Aufmerksamkeit ist nun von dem üblichen Reaktionsmuster abgezogen und stattdessen ganz bewusst darauf ausgerichtet, eine aufmerksame Körperkoordination zur Verfügung zu stellen. Die einfache Zusammenfassung lautet Körperlich wahrnehmen, mental unterbinden. Hinzu kommt als dritter Aspekt, dass Handlungsoptionen eröffnet werden. Dies sollten mindestens drei verschiedene Möglichkeiten sein, sonst ist es bloß eine Entweder oder Entscheidung. Das würde keine echte Entscheidung beinhalten, die zwischen Reiz und Reaktion liegt. Die erste Möglichkeit Wir handeln wie vorher, jedoch sind wir uns dessen bewusst und das macht schon einen Riesenunterschied. Die zweite Möglichkeit Wir handeln wie bisher jedoch nun mit einer mentalen Ausrichtung. Und die dritte Möglichkeit Wir handeln komplett anders. Bei allen Möglichkeiten geht es auch immer wieder darum, in unsere Steuerungskompetenz hineinzufinden, also selbst lenken und leiten zu können.

 

Steuerungskompetenzen dürfen modelliert werden, können sich also kontextflexibel verhalten. Und auch hier gibt es Gefahren. Es ist wichtig, die Reizreaktionsmechanismen als etwas Angelerntes zu sehen, als eine etablierte Gewohnheit. Daraus folgt Sie sind auch wieder verlernbar. Die etablierte Gewohnheit unterscheidet sich insofern von einem Reflex, als bei dem diesen die Reaktion nicht beeinflussbar ist. Das einfache Beispiel, das jeder kennt aus einer Arztpraxis, die Reflextestungen, findet mittels eines kleinen Hammers statt, der gegen das Knie geschlagen wird und auf den das sofortige Ausschlagen des Beines folgt. Das ist jedem bekannt und da kann man das auch nicht verhindern, dass das Bein nach vorne ausschlägt Mit dem Unterbinden der Impulse, um sie dann besser steuern zu können, ist kein zeitliches Innehalten gemeint. Das Unterbinden der Automatismen ist in Millisekunden geschehen. So schnell diese auftauchen, können wir sie auch unterbinden. In Unternehmen ist es oft ein Problem, wenn Führungskräfte ihre Rolle falsch verstehen und sich immer wieder in die Aufgaben ihrer Mitarbeitenden einmischen und kontrollieren. Aufgaben delegieren und dann loslassen ist nicht einfach. Und die meisten haben Schwierigkeiten mit dem Loslassen. Vor allem dann, wenn sie durch ihre Expertise zur Führungskraft geworden sind. Dann kennen sie nämlich den besten Weg, um das Ziel zu erreichen. Und der Mitarbeiter, die Mitarbeitende, die machen das dann anders. Da ist man wirklich herausgefordert beim Loslassen und Zuschauen. Sich als Führungskraft einzumischen ist ein Impuls, den man steuern kann. Allerdings ist dies eigentlich Schritt zwei. Zuerst einmal muss man eben erkennen, dass es diesen Impuls gibt.

 

Hierfür benötigen wir die Selbstbeobachtungskompetenz. Auch über diese habe ich schon in einer anderen Episode gesprochen und man muss die Erkenntnis haben, dass es nicht hilfreich ist, sich einzumischen und die Entscheidung treffen. Wenn ich das nächste Mal den Impuls spüre, dann werde ich ihn unterbinden. Vielleicht sind dann schon zwei Worte aus dem Mund raus, bevor man sich stoppt. Vielleicht kann man aber auch das innerliche Grummeln und die Anspannung in den Schultern bemerken und beißt sich nur symbolisch auf die Zunge, um die gewohnheitsmäßige Reaktion zu unterbinden. Übrigens das gleiche gilt auch im Umgang mit Kindern. Vor allem Jugendliche möchten nicht kontrolliert werden und ihre Selbstständigkeit und Autonomie entwickeln. Ständiges Nachfragen und Kontrollieren von Eltern nervt und vor allem belastet es die Beziehung. Also auch hier genau hin spüren, wann die Gewohnheitsmaschinerie in einem selbst anspringt und Stopp sagen. Wissen, wann man besser mal die Klappe hält, ist sehr wichtig. Gleichzeitig kann man sich selbst für die Leistung wertschätzen, dass man Dinge sieht, sie aber nicht anspricht, während man in einem großen Raum der Offenheit und Verbundenheit mit dem Jugendlichen bleibt. Ich biete dir jetzt ein praktisches Beispiel an, das ich auf ein körperliches Reiz Reaktions Muster bezieht, bei dem du direkt mitmachen kannst. Von diesem Beispiel aus kannst du für dich ableiten, wie du deine Impulse steuern möchtest. Und wir nehmen etwas, was jeder machen kann, nämlich nach etwas greifen. Und zwar sollte sich das nicht unmittelbar in deiner Nähe befinden. Also schau dich mal um. Was ist jetzt sichtbar für dich? Aber nicht so, dass du es innerhalb deines Arm Abstandes mit der Hand greifen kannst.

 

Es könnte sein ein Stift, der am Rande des Schreibtischs liegt, oder ein Glas, das mehr wie eine Armlänge entfernt steht, oder irgendwas anderes. Und du willst den Gegenstand haben? Du willst ihn ergreifen, zum Beispiel, um aus dem Glas dann zu trinken. Das ist der Reiz. Wie du das tust, ist die Reaktion. Und nun bitte ich dich, das einige Male zu tun und dich dabei selbst zu beobachten. Greife nach dem Gegenstand und beobachte dich dabei, wie du das machst. Kann ich den Gegenstand dann auch woanders hinstellen, aber immer mit einem gewissen Abstand. Das ist auch eine Herausforderung. Ist. Und nun wirst du irgendwelche Beobachtungen gemacht haben. Vielleicht hast du beobachtet, dass du den Kopf nach hinten ziehst. Während deine Hand nach vorne geht. Vielleicht hast du beobachtet, dass du eine Schulter hochziehst oder auch, dass du die Luft anhältst. Das sind jetzt nur ein paar kleine Beispiele. Du kannst auch was ganz anderes beobachtet haben. Und vielleicht mag es auch noch mal ausprobieren. Jetzt, wo du das gehört hast, greif noch mal nach dem Gegenstand und beobachte, ob dein Kopf vielleicht nach hinten zieht, während deine Hand nach vorne geht. Und beobachte deine Atmung, während du das tust. Gibt es vielleicht ein unbewusstes Anhalten, was der jetzt erst aufhält? Was auch immer du beobachtet hast, diese automatisierte Reaktion kannst du nun unterbinden, um es mit größtmöglicher Leichtigkeit beim nächsten Mal nach dem Gegenstand zu greifen.

 

Und um in diesem Raum von größtmöglicher Offenheit und Weite zu sein, der dir das ermöglicht, biete ich dir ein paar mentale Anweisungen an, die du an dein eigenes Körpersystem schicken kannst. Das passiert auch ganz automatisch, einfach weil du deine Ohren offen hast und mir eben zuhörst. Bevor du also das nächste Mal wieder greifst, kannst du dir erlauben, einen offenen, weiten Blick zu haben. Deine Augen müssen dafür gar nichts tun. Du kannst wahrnehmen, wie deine Sitzknochen auf dem Stuhl sind oder auf dem Sessel, wo du dich gerade befindest. Du kannst deine Atmung erlauben, frei zu fließen. Und der Kopf ist beweglich. Oben auf dem Atlas, dem obersten Halswirbel. Zwischen deinem Schädeldach und deinen Füßen kann sich dein gesamter Körper dreidimensional ausbreiten. Auch wenn dir das jetzt gar nicht viel sagt und du denkst Hm, was soll das jetzt? Lass es einfach, höre es einfach mal und lass es in dein System hineinfließen. Dein ganzer Körper kann sich dreidimensional ausbreiten, Dein Kopf ist beweglich oben auf dem obersten Halswirbel. Und wenn du das nächste Mal. Zu dem Gegenstand greifst, kannst du dir sagen mein Kopf ist dabei beweglich und meine Augen schauen der Hand zu. Bei dieser Tätigkeit. Und dann machst du es wieder und beobachtest dich auch dabei. Und du kannst bemerken, wenn du es jetzt noch mal gemacht hast, was hat sich verändert? Was ist gleich geblieben? Wie hoch war deine Kraftanstrengung bzw wie sehr hast du es als Herausforderung empfunden im Vergleich zu vorher? Und wenn du jetzt sagst, das klingt echt interessant und ich habe da was entdeckt, was? Was mich fasziniert.

 

Ich habe aber keine Ahnung, wie ich das jetzt auf mein persönliches Thema übertragen soll, wo ich gerne vorschnelle Reaktionen unterbinden möchte. Dann melde dich gerne bei mir und ich unterstütze dich online oder in Präsenz. Jetzt kommt es zu meinem Schlüsselmoment. Ja, ich habe den gerade vor zwei Tagen erlebt, als ich zu meiner Friseurin gegangen bin. Es war ein sehr interessantes Erleben für mich und es bezieht sich jetzt auf einen Impuls, den ich auf der Gefühlsebene hatte. Denn auch dieses emotionale Anspringen, dass wir so getriggert werden von gewissen Dingen, das kennen sicherlich viele. Und dass wir dem nicht folgen müssen, dass wir dem eine neue Bedeutung geben können und dass es dann eben auch ganz anders weitergehen kann. Das finde ich auch sehr wertvoll, jetzt hier noch mit euch zu teilen. Ich saß also bei der Friseurin, zu der ich pünktlich gekommen bin. Ich habe mich natürlich auch noch ein bisschen abgehetzt vor, damit ich das schaffe. Ich war pünktlich da und sie sagte mir erstmal beim Reinkommen Geh schon mal nach hinten durch. Es dauert noch einen Moment. Kein Problem. Ich habe mich hingesetzt und ein bisschen in meinem Handy geschrieben, noch ein paar Notizen gemacht, was mir gerade so durch den Kopf ging. Bis dahin war alles okay. Das war für mich noch unter sinnvoll verbrachte Zeit zu verstehen. Dann hörte ich sie immer länger reden und lachen mit der anderen Kundin, mit der sie noch beschäftigt war. Das war der Reiz, der bei mir folgende Reaktionsgedanken auslöste.

 

Hm.

 

Sie beeilt sich überhaupt nicht. Ich bin nicht wichtig. Mit der anderen Kundin hat sie mehr Spaß. Wie mit mir. Und wegen ihrer schlechten Planung verplempere ich hier meine Zeit. Und ich habe doch noch so viel zu tun. Und das war gepaart mit Gefühlsreaktionen von genervt sein bis hin zu verärgert. An Körperreaktionen könnt konnte ich sehr deutlich spüren, dass ich mich zusammengezogen habe, dass ich angespannt war. Dann habe ich den Absprung geschafft, den Absprung aus dieser negativen Spirale, indem ich mich gefragt habe Was kann ich von ihr lernen? Sie lässt sich Zeit und ist voll und ganz bei der Kundin, bei der sie gerade ist. Wenn sie sich beeilen würde, würde es auch nicht schneller gehen. Vielleicht fällt ihr dann noch was hin und sie muss das aufheben und wegwischen und das kostet dann auch wieder Zeit. Eigentlich finde ich gut, wie sie das macht und habe mich so in ihre Situation hineinversetzt. Sie kannte, im Moment gerade nicht ändern, dass es diese Zeitverzögerung gibt. Und sie macht das Beste draus. Bei diesen Gedanken hatte ich zeitgleich meine Gefühlsebene etwas beruhigt und meine Körperspannung gelöst. Ich habe dann die Zeit genutzt, um eine App herunterzuladen, von der ich am Vortag gehört hatte und die einfach nur zum Spaß da ist. Also ein Spiel, nichts Berufliches und nichts vermeintlich Sinnvolles, weil das war das, worauf ich neidisch war, dass die einfach Spaß hatten. Also ich wollte auch Spaß haben und tatsächlich habe ich das gefunden bei der Puzzle App, die ich dann entdeckt habe. Als meine Friseurin dann zu mir kam, war alles okay. Ich war innerlich ausgeglichen und sie hat mir ihre volle Aufmerksamkeit geschenkt, die Haare wunderbar geschnitten und wir haben uns gut unterhalten und unsere Erfahrungen mit Hunden ausgetauscht. Ich bin wirklich heilfroh, dass ich weiß, wie ich aus dem Reiz Reaktions Muster aussteigen kann. Es macht mein Leben viel angenehmer für mich und auch leichter im Umgang mit anderen Menschen. In diesem Sinne lade Veränderung ein, indem du Reiz und Reaktion beobachtest und dich bewusst entscheidest, wie du reagieren möchtest. Für mehr Gesundheit und Erfolg.

 

Veränderungen entschlüsseln für mehr Erfolg und Gesundheit Lenz 4 Business Der Podcast für Menschen und Organisationen von und mit Maike Lenz-Scheele.