Episode 23

Was kann eine Unternehmer:in eines mittelständigen Unternehmens tun, wenn er oder sie nachhaltiger wirtschaften möchte? Neben dem Risikomanagement mit seinen vielen Regularien bietet es aber auch Chancen für die Zukunft. Wie könnte beispielsweise das nachhaltige Geschäftsmodell der Zukunft aussehen? Dorothea Ward berichtet im Interview von Ihren Erfahrungen auf dem Jakobsweg – der Abstand zum bisherigen Leben bewirkte bei ihr eine tiefe Transformation.

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Inhalt der Episode

Was kann eine Unternehmer:in eines mittelständigen Unternehmens tun, wenn er oder sie nachhaltiger wirtschaften möchte? Neben dem Risikomanagement mit seinen vielen Regularien bietet es aber auch Chancen für die Zukunft. Wie könnte beispielsweise das nachhaltige Geschäftsmodell der Zukunft aussehen?
Was sind die nachhaltigen Entwicklungs-Ziele (sdg – sustainable development goals), die von der UM aufgestellt wurden und wie ist es sinnvoll damit umzugehen als mittelständiges Unternehmen.
Dorothea nutzt das Bild der Donut-Ökonomie, um zu hinterfragen was ein Unternehmer tun kann um die Balance zu finden zwischen zu wenig Ressourcen zur Verfügung haben und zuviel Resssourcen zu verbrauchen.

Dorothea Ward berichtet im Interview von Ihren Erfahrungen auf dem Jakobsweg – der Abstand zum bisherigen Leben bewirkte bei ihr eine Transformation.
Der Veränderungsschlüssel war, dass sie einen ganz anderen Alltag hatte und „back to the basics“ kam.
Kooperation und Zusammenarbeit sind auf dem Jakobsweg wichtig, aber auch wenn auf Nachhaltigkeit in Organisationen geschaut wird.
Generell geht es um den Umgang mit Unsicherheiten. Man weiß nie was der Tag noch für Überraschungen bringt.
Und so geht es auch Unternehmen in unseren dynamischen Zeiten.

Moment sind wir mit verschiedenen Märkten konfrontiert. Wir dürfen uns fragen, wie wir uns vom linearen Markt hin zur Kreislauf Wirtschaft entwickeln können und Dingen ein zweites, drittes oder viertes Leben geben und sie so möglichst lange im Kreislauf halten. Der letzte Schritt sollte der Weg zum Recyclinghof sein. Hier liegen viele neue Chancen und ein Umdenken ist notwendig, um herauszufinden wie bestehende Produkte circulär gemacht werden können.

Die Frage ist dann auch, wie man den Erfolg eines Unternehmens definiert. Über verkaufte Stückzahlen oder über langfristige Services.
Dinge zu standardisieren und alles immer effizienter zu machen ist nicht mehr die Denke die uns weiter nach vorne bringt.

Welche Rahmenbedingungen können Unternehmer gestalten, so dass ihre Mitarbeitenden in dem Umdenk-Prozess integriert sind. Mitarbeitende haben Ideen und Lust auf Veränderung, wenn sie mitgestalten können und Sinnhaftigkeit in ihrem Tun finden. Wenn sie am Prozess beteiligt werden. Der Austausch von Geschäftsebene und Mitarbeitenden trägt wesentlich dazu bei.
Ein Veränderungsschlüssel ist auf bestehendes aufzubauen und nicht alles umkrempeln zu wollen. Also nach dem schon vorhandenen Ausschau halten und dann gemeinsame Ziele definieren und sich dahin ausrichten und immer wieder orientieren.
Statt sich alleine abzurackern geht es um Kooperationen und darum gemeinsam Nachhaltigkeit zu etablieren. Dafür ist es gut nach Verbündeten Ausschau zu halten um gemeinsam die Veränderung in Bewegung zu versetzen.

Der circle of power gibt als tool Orientierung was Mitarbeitende, in ihrem Entscheidungsbereich, tun können. Auto oder Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit, Schnitzel oder Gemüse in der Kantine, trenne ich Müll und gebe ich mutig meine Ideen für eine nachhaltige Produktentwicklung weiter?
Welchen Beitrag kann und möchte ich leisten?
Was kann ich Entscheiden?
Wo habe ich Einfluss?
Als Mitarbeitende Nachhaltigkeit mitgestalten und die Chancen nutzen.
Hier kann man auf die Macht der kleinen Schritte setzen und z.B. gute Nachrichten konsumieren. Probiere die App good news aus und entdecke viele spannende Sachen, die es schon gibt.
Hier kann man sich entscheiden, ob man sich von vorwiegend negativen Nachrichten runterziehen lässt oder sich mit positiven Nachrichten versorgt, um in ein besseres Energielevel zu kommen.

https://www.sharkbite.international/de hier kannst du auch den Selbsteinschätzungstest machen.

https://www.dorothea-ward.com/

Die Nachhaltigkeitsziele der UN
https://www.bmz.de/de/agenda-2030/sdg-17

Kontaktiere mich gerne. Hier sind meine Websiten:

www.maikelenz.de – für Einzelkunden

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Maike Lenz-Scheele

Transkript zu dieser Episode

Transkript der Episode

Veränderungen entschlüsseln – für mehr Erfolg und Gesundheit Lenz 4 Business – der Podcast für Menschen und Organisationen von und mit Maike Lenz-Scheele.

Hallo und herzlich willkommen! Hier ist Maike und ich spreche heute mit Dorothea Ward und ich freue mich sehr, dass wir dieses Gespräch durchführen können. Es geht um nachhaltige Transformation. Dorothea ist Coaching. Sie ist aber auch Organisationsdesignerin für agile Organisationen und Teams. Und sie bezeichnet sich als New Work Consultant. Sie arbeitet bei der Firma Shark Bait und dort verzahnen sich Innovation, New Work und Nachhaltigkeit miteinander. Und sie ist den Jakobsweg von verschiedenen Richtungen ausgegangen, insgesamt über 1000 Kilometer. Wir haben uns kennengelernt auf dem Alumni Treffen von Future Leadership und der Intrinsify Academy und dort haben wir gegenseitig unsere Workshops besucht. Ich war da ganz angetan von der Art und Weise, wie Thea das Thema Nachhaltige Transformation und ganz speziell New Work Needs meets Sustainability präsentiert hat und wie sie durch den Workshop geführt hat. Und deshalb freue ich mich nämlich heute, dass wir das hier gemeinsam gestalten können. Und in dem Podcast hier geht es ja um Veränderung entschlüsseln. Und Veränderung. Change, Wandel, Transformation das sind für mich Begriffe für die gleiche Sache. Und deshalb ist es sehr interessant, heute nach der nachhaltigen Transformation zu schauen, wie die am besten gelingen kann. Ja, liebe Thea, ich möchte beginnen damit, dich eine persönliche, eine persönliche Frage zu stellen. Und zwar, wenn du zurück denkst an deine vielen Kilometer auf dem Jakobsweg. Was war da in diesem Zusammenhang für dich so eine ganz einschneidende Transformation?

Hallo Maike, also ich freue mich total, dass ich bei deinem Podcast dabei sein kann und danke für diese super Einführung. Es ist ja noch mal was anderes, jemanden über einen selber sprechen zu hören. Ich habe tatsächlich den Jakobsweg gemacht vor fast vier Jahren und man denkt ja immer, dass das eine große Selbsterfahrung ist und auf dem Weg ganz viel passiert. Aber tatsächlich ist es der Abstand, so die Vogelperspektive und der Abstand vom Alltag, der diese Transformation dann tatsächlich mit einem gemacht hat. Und vielleicht ist es der Schlüssel. Einen ganz anderen Alltag zu haben und back to the basics zu kommen. Also wieder zurück zum Ursprung zu kommen, was ja auch viel mit Nachhaltigkeit zu tun hat. Also Wandern ist die nachhaltigste Form der Fortbewegung. Ich war zu Fuß unterwegs. Ich habe mir ganz genau Gedanken gemacht Was brauche ich eigentlich? Ich hatte 8 bis 10 Kilo dabei für zwei Monate, in denen ich unterwegs war. Also Handgepäck. Und habe gemerkt, wie wenig ich eigentlich brauche. Ich war viel in der Natur. Ich habe einen ganz anderen Bezug zu meinem Körper und den körperlichen Grenzen gehabt, also auch zu den Bedürfnissen. Was brauche ich eigentlich als Mensch? Und ich habe noch mal eine ganz andere Art von Gemeinschaft gespürt Wenn man wenig hat, dann ist man, also ist man angewiesen auf andere.

Und das ist aber auch eine sehr, sehr schöne Erfahrung gemeinsam zu kochen, Dinge auszutauschen wie eine Kopfschmerztablette oder man Pflaster. Wir brauchen nicht alles selber kaufen, sondern es gibt immer jemanden, der das hat, was ich brauche. Und ich glaube, diese Art von Kooperation und Zusammenarbeit, das brauchen wir ja, wenn wir auch so große Themen wie das Thema Nachhaltigkeit machen wollen. Aber das geht halt auch im ganz, ganz Kleinen. Und ich glaube, das sind so nachhaltige Erlebnisse, wenn ich die so bezeichnen kann, die immer noch nachwirken, auch nach Jahren, und an die ich immer sehr, sehr gerne zurückdenke. Und eine Sache, die mir dabei auch auffällt, ist der Umgang mit Ungewissheit. Also nach den ganzen Krisen. Wir sind ja derzeit in der Permakrise, immer ist irgendwie Krise. Kommt jetzt noch das Thema Nachhaltigkeit und Klimakrise dazu? Und wir werden in viele Ungewissheiten geworfen. Die können aber auch dazu, die gehören dazu im Leben. Und dieser Umgang im Kleinen mit Unsicherheit wen werde ich treffen, wo werde ich übernachten und nicht immer für alles einen Plan zu haben? Das ist auf jeden Fall ein starkes Umlernen, das aber auf dem Weg passiert.

Der Umgang mit Ungewissheiten. Ja, das ist eine hohe Kompetenz, die wir alle brauchen in diesen Zeiten und generell. Ja, sehr schön. Und natürlich ist es so Wenn wir jetzt mal nicht uns als Individuen sehen und dich als Person oder mich. Sondern so ein Unternehmer, der jetzt hier vielleicht zuhört und sich fragt Ja, ich habe so ein mittelständisches Unternehmen. Ich finde ja Nachhaltigkeit schon wichtig, aber ich habe mich bisher nicht so drum gekümmert. Was kann der denn so ganz konkret tun? Und das sind ja jetzt schon größere Blasen wie Wo kriege ich ein Pflaster her oder Wer gibt mir eine Kopfschmerztablette? Was kann so ein mittelständischer Unternehmer tun, um nachhaltiger zu wirtschaften?

Die Frage ist super spannend und wir hören die natürlich auch von verschiedenen Seiten. Und die erste Frage, die bei mir da aufpoppt ist: Was steckt denn dahinter? Woher kommt denn der Wunsch nach mehr Nachhaltigkeit? Und das kann zum einen zum Beispiel eine Art Risikovermeidung sein, also dass Unternehmer zum Beispiel sehen okay, jetzt gibt es auf einmal Regularien, zum Beispiel ESG Regularien sein. Ich muss auf einmal Nachhaltigkeit sbericht schreiben. Oder es gibt auch Richtlinien, die heißen zum Beispiel CSR.de. Das bedeutet einfach Was sind so? Na Richtlinien, an die ich mich als Unternehmen halten muss. Und die werden auch EU weit jetzt eingeführt. Das ist bisher für Konzerne relevant. Aber in zwei, drei Jahren werde ich auch als Mittelständler davon betroffen sein. Und das kann natürlich bedeuten klassisches Risikomanagement. Ich muss Regularien einhalten. Das kann natürlich ein Beweggrund sein. Und dann ist natürlich da der erste Schritt, mal zu schauen, was trifft denn auf mich zu, was ist für mich eigentlich relevant? Ähm. Und die zweite Ebene kann natürlich schon sein, dass ein Unternehmer als Chancenmanagement denkt. Also zu überlegen Hey, klar, es passiert gerade ganz viel. Es können aber auch Geschäftschancen für mich entstehen. Was bedeutet denn das für mein Geschäftsmodell? Was bedeutet das für die Produkte, für die Services, die ich anbiete? Und wie kann ich eigentlich in fünf bis zehn Jahren noch erfolgreich sein? Also die Unternehmer, die auch unternehmerisch nach vorne schauen, stellen sich ja vielleicht auch diese Frage. Und da würden wir zum Beispiel auch mal drauf schauen, wie sieht denn ein Geschäftsmodell heute aus und welche Chancen stecken denn da drin, um das nachhaltiger zu gestalten? Da gibt es ganz viele verschiedene Bereiche, aber es kommt wirklich darauf an, aus welcher Richtung wir da draufschauen.

Denn es gibt ja sehr viel, wo man ansetzen kann und man kann nicht alles auf einmal machen. Das würde jede Firma und auch die Mitarbeiter völlig überfordern. Gibt es Leitlinien, an denen man sich orientieren kann? Weil bei aller Ungewissheit ist es natürlich schon schön, wenn man so ein bisschen Orientierung bekommt.

Also das eine sind tatsächlich die Regularien und die Leitlinien, die es da dafür gibt. Da ist natürlich einmal das Thema ESG, also das ist ökologische, soziale und Governance. Also was gibt es an sozialer Nachhaltigkeit, an ökologischer und auch an ökonomischer? Also was, welche Richtlinien gibt es da? Wenn man nach ESG googelt, da findet man dann schon einige Anhaltspunkte. Und diese Richtlinie csrt also cesr.de. Die gibt es auch auf jeden Fall schon mal viel mehr Klarheit. Was muss ich eigentlich so an Pflicht als Unternehmer machen? Wenn ich jetzt größer denken möchte, dann arbeiten wir zum Beispiel bei Shak bei Innovation mit den Sustainability Goals.

Oh, okay, das ist doch ein schönes Stichwort, was du gerne ein bisschen genauer erklären kannst. Sustainability Goals das ist ja auch die Agenda 2030, oder?

Genau. Ich habe es gerade ein bisschen falsch ausgesprochen. Es sind die SDGs Sustainable Development Goals, also nachhaltige Entwicklungsziele, die von der UN, also den Vereinten Nationen, aufgesetzt wurden mit dem Jahresziel 2030. Und die sind eigentlich die Nachfolger der Millennium Goals. Die wurden ja 2015 schon aufgesetzt und die hatten ja damals zum Ziel, die absolute Armut auf der Welt und Hunger auf der Welt zu bekämpfen. Und das hat auch ziemlich gut funktioniert. Man hat aber auch gemerkt, absolute Armut und ökonomischer Wohlstand ist nicht alles, sondern wir müssen natürlich auch schauen, welche Ressourcen haben wir denn eigentlich auf unserer Erde? Die sind begrenzt. Und wenn wir ein menschenwürdiges Leben haben möchten, wenn wir auch in Zukunft noch gut mit Ressourcen haushalten möchten, Das heißt, wir haben eine saubere Luft, wir haben Wasser, was wir tatsächlich nutzen können. Wir haben eine Atmosphäre, in der wir leben können, wo es nicht zu heiß ist. Und es gibt immer noch Bienen, die unsere Apfelbäume bestäuben. Dann müssen wir natürlich auch da danach schauen. Das nennt sich auch Donut Economy, wie so ein Donut. Das heißt, alles, was zu klein ist, wo wir nicht genug Ressourcen haben. Dann kommen wir global vielleicht in eine Armut. Alles, wo wir dann zu viel Ressourcen verbrauchen, ist dann quasi über den Donut hin, drüber weg. Und dann kommen wir aber auch in eine Krise, weil wir dann keine Erde mehr haben, auf der wir gut leben können.

Wenn du das Donut Bild benutzt, heißt das dann, dass es am günstigsten ist, wenn ich in dieser Teigmasse bin? Genau, Zuckerguss oben drüber. Am besten noch.

Absolut.

Also, ich will nicht in die Mitte, ins Loch fallen. Und ich will aber auch nicht außen runterkippen.

Absolut. Du hast das sehr super beschrieben.

Ja gut, dann dann weiter im Text.

Super. Also stellen wir uns das als Donut vor und die Frage ist, was können wir denn machen, um mit diesem Donut zu bleiben? Und auch als Unternehmer Was kann ich denn mit meinem Unternehmen dazu beitragen, damit dieser Donut lecker ist? Damit ich was Gutes dazu beitragen kann. Und ein guter Kompass sind diese SDGs, die Sustainable Development Goals. Die decken 17 verschiedene Bereiche ab. Das kann zum Beispiel sein Partnership for the Goals. Also mit wem möchte ich zusammenarbeiten, damit wir das gemeinsam erreichen können? Das kann das Thema Biodiversität sein. Wie kann ich Vielfalt fördern oder zum Beispiel auch Wassersicherheit und Leben im Wasser? Und es gibt wahnsinnig viele mehr. Es gibt eine tolle Seite von der UN, wo alle 17 Ziele beschrieben sind. Und wenn ich jetzt ein Unternehmen habe, dann kann ich mir diese 17 Ziele anschauen und mal überlegen, was sind denn so zwei, drei Ziele, die direkt mit meinem Geschäftsmodell zu tun haben? Denn die können eine der größten Hebel sein, wo ich schon mal ansetzen kann. Wenn ich zum Beispiel Fischstäbchen produziere, dann ist vielleicht das Thema Leben im Wasser total relevant für mich. Fischerei. Oder Wenn ich jetzt sage, dass ich ein Energieversorger bin, dann ist natürlich das Thema Energie und Energieeffizienz für mich ein Riesenthema. Also es bringt gar nix, wenn wir uns alle 17 Ziele auf einmal vornehmen. Kennen wir alle. Wenn wir zu viele Ziele auf einmal uns nehmen, dann verzetteln wir uns. Aber für uns als Unternehmer kann es wahnsinnig helfen, mal zu gucken Wo kann ich anfangen und was sind zwei, drei Themenfelder, die einen wirklichen Impact haben? Also wir schauen uns immer an, was sind zwei, drei wirklich große Felder, wo du wirklich was bewegen kannst mit dem Geschäftsmodell, anstatt sich an 1000 kleinen anderen Sachen auszuprobieren.

Super. Ja, also ich habe mir nach unserem Vorgespräch ja auch diese UN Seite angeschaut. Die ist wirklich super und die werde ich natürlich auch in den Show Notes verlinken, dass die interessierten Zuhörer innen das sich dort anschauen können. Und da gibt es auch ein Video und das fand ich auch klasse, weil es dem Unternehmer genau sagt, wie er die Schritte so nach und einander machen kann. Also drei auszuwählen und dann aber auch zu gucken, wie passt das in mein Unternehmen rein. Das finde ich sehr, sehr hilfreich, wenn man da sich mehr mit beschäftigen möchte, dass man sich das anschaut. Und ihr von Jacques bei ir bietet ja auch was an!

Genau. Wir arbeiten auch mit den SDGs. Die sind auch unser Nordstern, unser Kompass. Und wir nehmen die auch mit, wenn wir zu Unternehmen gehen. Also, was wir machen, ist, dass wir Workshops anbieten und auch Begleitung bei mittelständischen Unternehmen zum Beispiel, die sagen Hey, wir wollen bei Nachhaltigkeit einsteigen, wir müssen aber erst mal gucken, wo können wir anfangen, was kann eine gute Strategie für uns sein? Also welche Richtung wollen wir eigentlich einschlagen? Was passt zu uns? Und das machen wir mit denen? Also ganz einfach gesagt, wir nehmen zum Beispiel auch die SDGs, wir machen eine Art Assessment, also gucken wirklich mit denen, okay, welche Ziele gibt es und worauf zahlt euer Geschäftsmodell größtenteils ein und worauf wollen wir uns fokussieren? Und dann machen wir mit denen zum Beispiel also so eine ähnliche Impact Impact Effort. Also wir schauen einfach, wo habt ihr den größten Einfluss? Zum Beispiel, da können zwei, drei Ziele da drinstehen der SDGs. Und dann wollen wir natürlich auch gucken, wie aufwendig ist denn das, da zu gehen. Denn das ist natürlich auch immer eine Frage. Gerade wenn wir mit Mittelständlern sprechen, mit kleinen und mittelständischen Unternehmen Seit Ressourcen kennen wir alle, Gerade jetzt, wo er zu Krise ist, kann ich mir das leisten. Und dann ist natürlich wichtig abzuwägen Wo stecken große Potenziale, auch unternehmerische Potenziale? Und was könnten auch sehr, sehr große Risiken sein, die ich vielleicht nicht bedenke. Im letzten Winter zum Beispiel, wenn wir jetzt zum Beispiel mit einem Steinbruch zusammenarbeiten, die sind wahnsinnig Energieintensiv, die hatten natürlich das Thema Energieeffizienz, was dann natürlich auch als Geschäftsmodell sehr, sehr geschäftsmodellrelevant war.

Ja, und wenn ich jetzt als Unternehmer auch mal ganz groß denke und vielleicht meine Produkte in Frage stelle und meine Dienstleistungen und einfach denke mal in zehn oder 15 Jahre vorausplane, da gibt es ja verschiedene. Formen von Wirtschaft, die sich entwickeln können. Kannst du da ein bisschen was zu sagen?

Also ich glaube, worauf du hinaus möchtest ist wir sind ja derzeit in einer linearen Wirtschaft. Das bedeutet, wir haben ein Wirtschaftssystem, wo wir Ressourcen aus der Erde holen. Wir haben Rohstoffe, die stecken wir in eine sehr effiziente Produktionskette und sehr ausgefeilte Lieferantenkette. Denken wir mal jetzt mal an die Textilhersteller in Bangladesch. Am Ende haben wir ein Produkt, was wir dann verkaufen zu einem gewissen Wert. Das hat dann ein T-Shirt. Was 30 € kostet, kostet der Herstellung vielleicht 3 €. Das heißt, wir hatten einen Wertzuwachs und dann verkaufen wir das und dann hängt das irgendwo in den Schrank oder wird nach zwei, drei Monaten manchmal jetzt schon wieder aussortiert und dann wird es entsorgt, landet es im Müll und dann haben wir eine Wertvernichtung. Wir haben ja immer noch Rohstoffe, die wir eigentlich benutzen könnten. Und mit dem Linearen kommen wir ja auch irgendwann an eine Grenze. Unsere Ressourcen sind endlich und deshalb ist eines der großen Themen die Kreislaufwirtschaft oder auch das Englische trifft’s eigentlich besser. Die Circular Economy, also Kreislauf. Da denken wir ja oft an den Grünen. Punkt. Wie können wir Sachen recyceln? Aber recyceln ist eigentlich die letzte Stufe, um Sachen wieder zu verwerten. Sondern bei der Circular Economy geht es darum, Dingen ein zweites, drittes, viertes Leben zu geben und den immer wieder einen Nutzwert zu geben, sodass sie im Umlauf bleiben. Im Kreislauf. In der Natur funktioniert das ja auch. Die Bäume geben Blätter ab, daraus wird Dünger und daraus wächst wieder ein neuer Baum.

Und in der Natur gibt es keinen Abfall. Aber wir haben das schon und da gibt es auch Modelle. Also wenn wir jetzt ein ganz praktisches Beispiel nehmen Jeder hat wahrscheinlich fünf Handys in der Schublade rumliegen, so alte Handys, alte so, und wenn wir jetzt ein Handy kaufen, dann ist die Verwertungszeit von einem Handy vielleicht zwei Jahre ja wahnsinnig kurz dafür, was da für Rohstoffe drinstecken und wie komplex so ein Produkt ist. Das heißt, wenn ich da überlege, wie kann ich das länger machen, ist das Beste, ich benutze das Handy länger, ich benutze das halt vier Jahre statt fünf oder ich gebe das erst mal in der Familie weiter oder im Unternehmen, Dann gebe ich das wirklich erst mal an Kollegen weiter, bis das Ding halt nicht mehr funktioniert, damit ich das im Nutzen Kreislauf halte. Das wäre so das Wichtigste. Und dann kann ich natürlich gucken Kann ich die Dinger reparieren? Früher konnte ich den Akku rausnehmen, heute geht das nicht mehr so einfach. Aber mittlerweile gibt es auch modulare Handyanbieter, wo ich einen zersprungenen Bildschirm oder eine Batterie wieder austauschen kann. Auch da kann ich natürlich den Rest wieder erhalten. Oder? Ich überlege, dass ich eine Sache weiterverkaufe. Jemand anderes hat Nutzen davon, oder was? Was vor allem jetzt sehr stark in den Trend geht, ist, dass Handyhersteller die Dinge leasen und die Dinger wieder zurückkommen. Und sie überlegen sich Ja, vielleicht komm ich, da kann ich ein altes Babyphone draus machen und die wiederum umbauen, damit ich quasi die Ressourcen wieder zurückbekomme und daraus wieder was Neues bauen kann.

Also das können unterschiedliche Kreisläufe sein und der letzte Schritt sollte dann sein, so ein Handy zum Wertstoffhof zu bringen, um dann zum Beispiel Goldanteile oder Kupferanteile aus dem Handy rauszunehmen und die wieder zu verwerten, weil dann natürlich die, die der Restwert minimal ist. Und das bedeutet natürlich, wenn ich einmal an so ein Handy denke, muss ich erst mal überlegen, wie die seine ich das Handy, damit es länger hält, damit ich das Modular vielleicht reparieren kann. Aber es bedeutet natürlich auch Wie baue ich in meine Services auf? Gibt es Rücknahmestellen, biete ich vielleicht auch Refurbished Modelle an, auch als Handyhersteller, damit ich nicht einfach nur nach Stückzahlen verkaufe, sondern es ist eigentlich ein Service. Und das heißt, ich denke natürlich immer an das Produkt. Aber ich muss auch viel weiter denken Welche Services kann ich anbieten? Mit welchen Lieferanten arbeite ich zusammen? Also es ist schon eine und deshalb ist das ein Thema, was sehr groß ist. Wir aber in Zukunft nicht dran vorbeikommen und die Unternehmer, die sich jetzt schon trauen, wirklich mal in den Kern zu schauen, nämlich in ihr Geschäftsmodell und kritisch hinterfragen wie kann ich Sachen zirkulär machen? Die haben dann auch die Vorlaufzeit, die es braucht, um diese Geschäftsmodelle zu ändern. Weil das bedeutet, meine ganze Organisation, mein ganzes Unternehmen wird ja auf links gedreht, wenn ich das tue.

Das Wort Umdenken, das ist, glaube ich, wirklich das Wichtigste dabei. Das ist jetzt nicht mal so ein kleiner kosmetischer Eingriff, sondern das ist ein kompletter Wandel. Und bisher ist es ja auch oft so, dass Dinge produziert werden, schon mit einer ganz kurzen Haltbarkeit, dass man sie wegschmeißen muss, damit man schnell wieder ein neues kauft. Also ganz häufig ist die Denke ganz anders. Da erfordert es wirklich ein Umdenken.

Genau. Und das ist eine echte Transformation. Weil ich dann nämlich auch überlege, wie definiere ich eigentlich meinen Erfolg? Mache ich das über verkaufte Stückzahlen? Oder mache ich das zum Beispiel über Verkauf des Services?

Die ja dann auch langfristiger sind. Das ist nicht eine Einmalzahlung und weg isse, sondern da hat man ja eigentlich länger was von.

Und es bedeutet auch, dass der klassische Effizienzgedanke uns nicht mehr weiterbringt. Weil wenn ich ein Produkt zirkulär mache, heißt es ja, dass ich als Handyhersteller, wenn wir bei dem Beispiel bleiben, vielleicht drei oder vier verschiedene Services anbiete und auch Produkte anbiete. Das kann ein neues Handy sein. Vielleicht habe ich einen Reprapshop oder einen eigenen Ebayshop. Vielleicht habe ich eine eigene Materialverwertung. Das sind alles unterschiedliche Geschäftsmodelle. Wenn ich das alles bündle, dann habe ich natürlich eine höhere Komplexität. Auch wenn ich’s ausgliedere, habe ich eine höhere Komplexität in meiner Lieferkette Lieferantenkette, Partnerkette oder Partnernetzwerk. Und das bedeutet, dass das klassische Immer alles zu standardisieren, alles effizienter zu machen. Das ist nicht mehr die Denke, die uns wirklich nach vorne bringt, sondern die wird es zum Teil immer noch geben. Aber genau, was du am Anfang besprochen hast Wie gehe ich mit Unsicherheiten um? Wie kann ich Dinge ausprobieren? Geschäftsmodellinnovation Wie kann ich Innovation zulassen? Das sind die Themen, die dann immer relevanter werden.

Ja, Ja.

Das ist echt cool. Wir gehen in eine sehr interessante Zeit hinein, wenn wir das als Chance sehen und annehmen.

Absolut.

Du hast jetzt ja schon viel den Unternehmer angesprochen, der hier zuhört. Aber es gibt ja auch Menschen, die in Unternehmen arbeiten. Und lass uns da mal ein bisschen hinschauen, denn das möchte ich in diesem Podcast immer. Gerne tun, dass beide was davon haben. So, und deshalb ist die große Frage wie kann Arbeit und Organisation mit neuer Wirtschaft zusammenkommen? Also diese Wirtschaftsmodelle, von denen du eben sprachst und wir sprechen von New Work oder neuen Arbeitsmodellen wie passt das alles zusammen? Was heißt das für einen Unternehmer, wenn er so was einführen will? Aber was heißt das vor allen Dingen auch für die Mitarbeiter, die ja da ganz anders auch gefordert sind?

Also du hast recht, über den Unternehmer haben wir schon gesprochen und für den heißt es natürlich auch mitzudenken Was heißt das für meine? Prozesse für meine Organisation. Wie muss mein Unternehmen aufgestellt sein, wenn ich zum Beispiel zirkuläre Geschäftsmodelle umsetzen möchte? Also der kann an die Rahmenbedingungen ran. Und für die Mitarbeiter kann das natürlich heißen. Und da braucht es natürlich die Führung, die Möglichkeit zu haben, innovativ zu denken. Die Mitarbeiter sind ja in der Regel näher am Produkt und näher an den Kunden dran. Und die haben sicher sehr praktische Ideen und sehr praxisnahe und produktnahe Ideen, wie so eine Sache produktionsnah, nicht produktionsnah, sondern zirkulär, also wie sie zirkulär ausgestaltet werden kann. Und da braucht es Innovationsräume, da braucht es Schutzräume, also Sachen, wo Mitarbeiter das auch ausprobieren können. Und auch da ist natürlich dann diese Mindset Shift oder das Umdenken gewünscht. Ich kann das als Unternehmer aber jetzt nicht oktroyieren, sondern die Rahmenbedingungen schaffen und Mitarbeiter machen lassen. Und auch da, wenn ich jetzt noch mal an den Jakobsweg denke, ist es ein Weg. Jeder muss den Weg selber gehen. Und am Anfang denkt man vielleicht, dass man Schauspieler hat oder dass man nicht fit ist, und man hat die falschen Sachen dabei und es ist ein Weg und das ist okay. Aber auch da mutig zu sein und sich auszuprobieren. Und was wir erleben, ist, dass Mitarbeitende wahnsinnig viele Ideen haben und auch Lust haben. Jetzt kommt diese große Purpose Debatte auf und meine Hypothese ist, wenn ein Unternehmer, gut überzeugend erklären kann: Dieses Geschäftsmodell ist für uns sinnvoll und damit können wir einen positiven Beitrag leisten. Dann kann er an Motivatoren von Mitarbeitenden andocken. Jeder hat eine andere Art von Motivation, aber ziemlich viele werden davon mitgenommen werden können. Und wenn ich die Möglichkeit habe, das mitzugestalten und auch zu sehen Ey, das macht total Sinn. Ich produziere nicht einfach nur ein Handy, was nach zwei Jahren eh keinen mehr interessiert, sondern ich kann dazu beitragen, dass diese wertvollen Ressourcen immer wieder genutzt werden und das Produkt, was ich entwickle, immer wieder weiterverwertet wird. Dann habe ich ja auch mehr Spaß an meiner Arbeit, Dann sehe ich einen Sinn darin. Das, wo jeder immer über Purpose redet.

Der entsteht dann einfach. Der Purpose.

Und dass ich die.

Mitarbeiter beteilige.

Ja, genau. Das klingt für mich eben nach Beteiligung, nach Dialog zwischen der Führungsebene oder Chefsetage und den Mitarbeitern, also Zentrum und Peripherie, dass die wirklich miteinander sich austauschen.

Aber es wird auch viel von Mitarbeiter oder Mitarbeitenden gefordert, gefordert. Es bedeutet natürlich auch, dass wir uns in neuen Bereichen bewegen, die halt nicht so angenehm sind. Dinge, wo wir uns nicht auskennen. Es braucht auch ein Grundwissen über Nachhaltigkeit, die dann jeder Mitarbeitende braucht. Und auch da sind natürlich Schulungen, ein Austausch dazu, Möglichkeiten, sich weiterzubilden, essenziell. Und das ist natürlich einmal auf der Pflichtebene da. Wenn wir jetzt nochmal an Reportings denken, das wird auch jeden zumindest mittelbar betreffen, weil man zum Beispiel bestimmte Daten dafür zusteuern muss. Aber es kann natürlich auch auf der Produkte und auf der Service ebene sein. Und auch da ist es natürlich wichtig zu wissen, was heißt eigentlich Nachhaltigkeit? Was bedeutet, wenn wir über Kreislaufwirtschaft reden, welche Praktiken funktionieren denn vielleicht schon auf dem Markt, von denen ich mir was abgucken kann?

Ja, und auch welche Praktiken funktionieren eigentlich schon hier im Unternehmen, die bisher noch nicht für alle sichtbar waren, die aber schon so im Geheimen oder einfach so ganz selbstverständlich mitlaufen?

Ja, das ist auch sehr, sehr spannend. Und auch da gehen wir immer auf auf Investigativreise bei Unternehmen, um herauszufinden, was gibt es denn so für Nachhaltigkeitsinitiativen, die irgendwie schon funktionieren? Oder wer ist denn so Vorreiter und hat da total Lust darauf, sich in Sachen reinzuwuseln? Das sind so die, die die Missionare quasi oder die Vorreiter in der Richtung. Und wie können wir die vielleicht einbinden als Multiplikatoren für diese Themen? Genau um quasi die Kultur und die Strukturen, die schon funktionieren, auch nutzbar zu machen.

Denn das ist, glaube ich, wirklich ein ganz wichtiger Veränderungsschlüssel. Wenn wir da mal auf das Thema dieses Podcasts kommen, auf Bestehendes aufzubauen. Nicht alles neu erfinden zu wollen und wir krempeln jetzt alles um, sondern das, was da ist, schon zu nutzen und das Neue, das Erweiterte da hinzuzufügen. Dann sind die Widerstände bei den Mitarbeitenden auch nicht so groß und auch andersrum nicht. Die Widerstände in der Chefetage sind nicht so groß. Wenn ich sagen kann, wir machen das ja eigentlich schon und wir würden das nur gerne noch ein bisschen mehr machen.

Genau. Ja, ich glaube, das ist ganz wichtig. Hey, ich. Es ist nicht ganz. Neu für mich. Ich kenn mich da schon aus. Ich kann Dinge nutzbar machen und ich sehe den Sinn darin. Ich sehe, das ist ein cooles Ziel und da möchte ich dabei sein. Das hilft auch sehr, um auch eine gemeinsame Sprache und auch eine gemeinsame Richtung zu haben, was ja auch in Bezug auf Strategie und Vision super wichtig ist.

Ja, und ich glaube auch das, was du jetzt gesagt hast und auch schon beim Jakobsweg und auch in diesen SDGs steht, dass Trainer dieses Kooperative, dass wir das miteinander machen. Und ich alleine kann nicht nachhaltig sein, wenn alles drumherum mich da nicht mit unterstützt. Natürlich kann es ein paar Ausreißer geben, das ist schon klar. Aber ich brauche andere, die ich. Mit einbeziehe, die mich mit einbeziehen, dass wir gemeinsam nachhaltig sein können. Ja.

Also gezielt nach.

Verbündeten zu schauen.

Das ist ein sehr, sehr guter Punkt. Wer sind die Verbündeten? Und es gibt auch einen. Ein Tool, was wir Mitarbeitenden super gern mitgeben. Was wir auch in Coachings benutzen, hast du bestimmt auch gehört Der Circle of Power. Denn genau das, was du sagst, passiert ganz oft. Ja, es ist ja egal, was ich mache, ob ich jetzt in Urlaub fliege oder nicht, Die anderen machen es ja eh nicht. Und was da hilft auch in Unternehmen ist mal zu gucken, was liegt denn in meinem Entscheidungsbereich, Womit kann ich denn schon mal starten? Und das kann zum Beispiel sein Wie fahre ich auf Arbeit? Mal nehme ich das Fahrrad oder nehme ich das Auto? Nehme ich Schnitzel in der Kantine oder doch den Gemüseauflauf? Oder trenne ich Müll? Es kann ganz kleine Sachen sein. Gebe ich die Ideen mutig weiter, die ich habe, um ein Produkt nachhaltiger zu machen, was wir gerade entwickeln oder was wir auf dem Markt haben? Das sind Entscheidungen, die ich treffen kann. Und dann, im nächsten Schritt kann ich, genau wie du auch sagst, gucken, wo kann ich Einfluss haben. Also wer sind denn die Verbündeten? Mit wem kann ich mich zusammenschließen? Wo habe ich vielleicht auch ein Voting recht als Mitarbeitender? Also gerade wenn wir auch auf das Thema Fachkräfte schauen, dann entwickelt sich ja schon auch ein Talentemarkt. Talente und Mitarbeiter haben ja auch eine Art Macht, die sie nutzen können. Und manchmal ist es auch Macht mit den Füßen. Wenn sie sagen Ganz ehrlich, hier wird überhaupt nichts mit Nachhaltigkeit gemacht, ich gehe woanders hin.

Genau da wird sich schon einiges entscheiden. Denn die neue Generation, die jetzt in die Firmen kommt, die haben andere Werte und das ist sehr gut so! Und die entscheiden oft auch Wie nachhaltig ist das Unternehmen? Will ich da überhaupt reingehen?

Absolut. Das heißt, ich kann schon auch mitgestalten und für den ersten Start wirklich gucken, was kann ich selbst tun? Denn dadurch entwickelt sich ja auch eine Art Zugkraft. Und am Ende ist es ja auch gut für uns, denn wir wollen ja auch mit uns zufrieden sein. Und wenn ich sagen kann, ich habe mein Bestes gegeben, dann. Kann ich auch anders mit Situationen umgehen. Und ich bin nicht mehr in dieser Hilflosigkeit, in der manche auch stecken.

Ja.

Das erlebe ich ganz viel bei Klienten, die so ein Machtlosigkeitsgefühl haben. Es ist. Es kann dann ja auch völlig überrollen. Ich meine Klimakrise. Und wenn dann so Horrorszenarien aufgeführt werden und wir wissen nicht, ob wir das noch hinkriegen, wir sind gerade in der kritischen Phase und es wird bestimmt nicht nur besser werden und da kann man ganz schnell in so eine Resignation verfallen. Und was du eben gesagt hast, diese Cycle of Power oder wie heißt das?

Circle of Power.

Einfach auch zu schauen, was kann ich wirklich tun? Die Macht der kleinen Schritte. Das finde ich sehr wirkungsvoll.

Und eine kleine Sache kann auch sein, zum Beispiel gute Nachrichten zu konsumieren und mal zu schauen, welche Lösungen gibt es schon. Es gibt diese App Good News und da stehen so viele spannende Sachen drin, die natürlich auch auf soziale, ökologische Nachhaltigkeit einzahlen. Und wo ich sehe man, es passiert so viel. Es gibt so viele schlaue Köpfe da draußen, auch wenn wir haben auch unser Netzwerk. Wenn ich anfange, mich zu vernetzen mit anderen Leuten, die sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigen, da kriege ich die positive Energie her. Und das ist ja auch das, was wir machen können.

Absolut. Dann entsteht Hoffnung. Es ist nicht alles verloren, es geht in die richtige Richtung. Ich habe die App auch Goodnews und ich finde es wirklich total toll. Also da komme ich in gute Stimmung rein und das ist und das ist ja was, was ich auch tun kann, mich mit dieser positiven Energie zu verbinden, weil die ganzen anderen Nachrichten, die sind ja vorwiegend negativ, das zieht eben runter und das kann ich aber selbst entscheiden, wie der, was du eben sagtest Welche Entscheidungsfähigkeiten habe ich, Mit welcher Gedankenkultur versorge ich mich denn? Also, wir können ganz schön viel tun.

Absolut.

Das ist schön.

Ja, liebe Thea, wenn jetzt jemand von den Zuhörer:innen auf den Geschmack gekommen ist, von Donuts mit Zuckerglasur und jetzt weiter kommen möchte, was kann der diejenige denn tun?

Also ein Tipp, den ich geben kann, ist einfach auf unsere Website zu schauen. Shark Bay International. Wir haben dort einen kleinen Mini Selbsttest, eine Art Selbsteinschätzung. Der dauert nur fünf Minuten, wo ihr euch als mitarbeitende Unternehmer einfach mal einschätzen könnt. Wo stehe ich denn bei dem Thema Nachhaltigkeit? Der ist kostenlos, also könnt ihr einfach mal ausprobieren oder mich einfach kontaktieren, zum Beispiel über LinkedIn. Und dann treffen wir uns auf einen virtuellen Kaffee.

Das ist ein cooles Angebot. Sehr schön. Herzlichen Dank.

Veränderungen entschlüsseln für mehr Erfolg und Gesundheit Lenz 4 Business Der Podcast für Menschen und Organisationen von und mit Maike Lenz-Scheele.