Episode 28

Im Gespräch mit Nicole Gutte, die unter Rücken- und Nackenschmerzen litt und mit ihrer Körperhaltung unzufrieden war. Nicole hatte häufig Rücken- und Nackenschmerzen und war mit ihrer Körperhaltung nicht zufrieden, wenn sie sich im Schaufenster gesehen hat. Sie war unzufrieden mit ihren bisherigen Maßnahmen (Sport, Yoga, Ärzte, etc.) und hat nach einer Methode gesucht, die sie leicht in ihren Alltag integrieren kann.

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Inhalt der Episode

Im Gespräch mit Nicole Gutte, die unter Rücken- und Nackenschmerzen litt und mit ihrer Körperhaltung unzufrieden war.

Nicole hatte häufig Rücken- und Nackenschmerzen und war mit ihrer Körperhaltung nicht zufrieden, wenn sie sich im Schaufenster gesehen hat.
Sie war unzufrieden mit ihren bisherigen Maßnahmen (Sport, Yoga, Ärzte, etc.) und hat nach einer Methode gesucht, die sie leicht in ihren Alltag integrieren kann.
Im Gespräch stellt sich Nicole Gutte einem Reality-Check. Was konnte Nicole nach zwei Alexander-Technik Stunden in ihrem Alltag umsetzen?

Wenn Du ausprobieren möchtest, ob Dir das auch hilft, dann buche Dir gerne einen unverbindlichen Termin mit mir.

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Dies ist der dritte Teil einer 3-teiligen Serie
Episode 6 – Telefongespräch
Episode 14 – Nach den Praxisstunden
Episode 28 – Reality-Check nach 3 Monaten

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Maike Lenz-Scheele

Transkript zu dieser Episode

Transkript der Episode

Veränderungen entschlüsseln – für mehr Erfolg und Gesundheit Lenz 4 Business – der Podcast für Menschen und Organisationen von und mit Maike Lenz-Scheele.

Hallo, hier ist Maike und heute spreche ich mit Nicole Gutte. Die regelmäßigen Hörer:innen dieses Podcasts kennen Nicole schon aus zwei Episoden, die ich vorher herausgebracht habe. Denn unser allererstes Telefongespräch, wo Nicole mich angerufen hat, das hat mich inspiriert zu einer Episode. Und dann auch unsere Praxisstunden. Also wenn ihr das nachgucken wollt, liebe Hörer:innen, dann ist es die Episode 6 und die Episode 14, dann könnt ihr die ganze Geschichte verfolgen. Weil was wir heute machen, ist so eine Art Reality-check. Vor drei Monaten, kurz nach Ostern war. Das war Nicole bei mir in Darmstadt in der in der Privatpraxis und sie hatte dort zwei Einzelstunden in Alexander-Technik. Dann ist sie wieder zurückgefahren nach Hause, was in Sachsen liegt. Also ich lebe ja in Darmstadt, also das ist schon eine weite Entfernung. Deshalb haben wir da gar keinen regelmäßigen Austausch vereinbaren können. Jetzt ist sie wieder zurück und sie ist vor allen Dingen auch zurück in ihrer Arbeit, denn sie hatte Elternzeit und hat diese Elternzeit unter anderem dazu genutzt, ihre Eltern in der Nähe von Darmstadt zu besuchen und zu mir zu kommen. Sich um ihre Kinder zu kümmern, nehme ich jetzt mal an. Ähm, genau. Und seit einer Woche ist Nicole wieder zurück in ihrem Beruf. Sie ist Referentin am Schulamt in Sachsen und ich bin total gespannt zu hören, was sie mitnehmen konnte in ihren Alltag. Erstmal herzlich willkommen Nicole.

Ja, hallo, Vielen Dank. Schön, dass man sich wieder sieht.

Ja, finde ich auch.

Ja.

Also erstmal so. Die direkte Frage: Wenn du jetzt so zurück denkst an die letzten drei Monate, da war sicherlich sehr viel los, auch diese Planung, dass du wieder also die Elternzeit beendest und dann wieder in deinen Beruf hineingehst. Würdest du so im ersten Moment sagen, da gibt es was, was ich aus diesen. Aus diesen beiden Alexandertechnik Stunden mitnehme. Was mich jetzt unterstützt hat dabei.

Äh, ja, was ganz Entscheidendes eigentlich. Diese Erkenntnis. Dass man quasi nichts machen muss. Also weil ich ja immer gesagt habe, ich bin immer so verspannt und mein Kopf. Also ich laufe immer gefühlt so bucklig und so nach vorne und so und versuche bewusst immer gegenzusteuern durch dieses Aufrichten und Schultern nach hinten kreisen und das, was man so sich antrainiert hat. Und du sagtest mir dann nichts davon. Einfach gar nichts machen. Eigentlich soll der Kopf und alles, was so folgt, sich alleine einpendeln. Und das hat mir so einen Druck genommen, irgendwie. Also das fand ich irgendwie ganz cool. So dieses nee, du musst jetzt nicht überlegen ist deine Schultern nach hinten gerollt und richtest du dich auch so? Sondern einfach dieses einfach mal gar nichts. Und da dachte ich so Oh cool. Das fand ich irgendwie für mich sehr wertvoll, diese Erkenntnis. Genau.

Und wenn du jetzt. Ich nehme an, du sitzt wieder mehr vor dem Bildschirm wie in der Elternzeit. Ähm, es könnte ja sein, dass du da vielleicht zurückverfällst in alte Gewohnheiten. Ja, ich sehe dich. Nicken. Ähm. Wie bist du damit umgegangen?

Ähm. Naja, es erfordert schon eine Bewusstmachung. Auf jeden Fall. Also so ganz bis sich etwas automatisch einschleicht. Ist ja bei anderen Sachen auch so oder bei allem so man muss das üben, trainieren, sich bewusst machen, bis es so ein Automatismus wird. Und ich denke, das ist bei so einer Körperhaltung, die ich mir jetzt. Na gut, ich bin 35, ich will jetzt nicht sagen 35 Jahre lang antrainiert, habe aber 20 Jahre bestimmt und ähm, ja, es erfordert schon auf jeden Fall eine Bewusstmachung, damit man dort nicht wieder in dieses alte Muster verfällt. Und ich glaube, das dauert eine Weile. Und da versuche ich auch einfach gnädig mit mir zu sein und zu sagen Nicole, du hast das. So lange hast du jetzt so blöd gesessen und dich so blöd in der Haltung manövriert. Das geht jetzt nicht von heute auf morgen. Und gerade mit diesem, wie du jetzt sagtest, mit dieser Umstellung, das ist jetzt ja für mich trotzdem jetzt viel passiert. Die Elternzeit, wie gesagt zu Ende. Meine kleine Tochter wird jetzt in Kita eingewöhnt. Ich bin jetzt wieder im Job, da muss ich sagen, fiel es mir jetzt in der Zeit oder jetzt im Moment auch noch ein bisschen schwer, mich daran so ja, mir das so bewusst zu machen. Ich denke, das kommt bald aber wieder besser im Alltag.

Wenn du dich dann wieder eingewöhnt hast in deine Routinen, die du ja da auch hast, ne.

Richtig.

Ich habe zwei Anmerkungen, da ist das total schön gesagt mit dem Bewusstmachen, denn das ist wirklich die Hauptaufgabe, die du jetzt hast mit dieser Integration. Ähm, du hast auch das Wort üben und antrainieren benutzt und da möchte ich einfach nur ein bisschen einhaken. Ähm, je nachdem, wer jetzt alles zuhört, dass das nicht falsch verstanden wird. Ja, es geht um ein mentales Trainieren, ja nicht um ein muskuläres Trainieren. Genau. Ich weiß, dass du das weißt, aber ich will auch, dass die. Dass die. Dass es bei den Hörerinnen ankommt. Genau. Es geht um ein mentales Trainieren. Und da ist der erste Schritt. Immer das bewusst machen. Und wenn du so sagst, das jetzt in deinen Alltag zu integrieren, wo jetzt erstmal wieder viel Anfangsarbeit da ist, dich wieder einzugewöhnen, da ein kleiner Tipp von meiner Seite Du könntest dir da so eine Erinnerungshilfe setzen. Ja, wir vergessen einfach wir sind Menschen und wenn viel los ist, dann vergessen wir. Wenn du also vielleicht ein Post nimmst und da was auch immer drauf schreibst oder ein Smiley drauf malt, das ist eigentlich ganz egal. Das ist du weißt ja, was es bedeutet und den dir an den Screen klebst. Ja, ja, dann siehst du das viel häufiger und das ist dann deine Erinnerung, wenn du merkst Ups, da bin ich ja nach vorne in den Bildschirm reingekrochen. Ups, okay, dann fällt dein Blick vielleicht gerade da auf diesen Smiley oder was auch immer du dahin tust. Ach so, ja, das wird dir bewusst. Und du kannst mühelos dich wieder hinausbewegen.

Ja. Das wäre was Gutes, glaube ich, dass man so eine kleine sich eben diese Bewusstmachung doch dann einfacher macht, indem man das so visualisiert, denke ich.

Das stimmt ja und es ist völlig normal, dass das aus dem Bewusstsein rausrutscht. Es gibt ja so viele Anforderungen, die von außen auf uns einströmen, und es ist super, dass du gnädig mit dir bist. Das ist ein ganz, ganz wichtiger Faktor, dass es überhaupt gelingen kann. Ja, ja, und man kann auch noch so als Hinweis für dich, aber auch für alle anderen, die zuhören und vielleicht in ähnlichen Situationen sind. Man kann sich auch einen Timer setzen, mit dem Smartphone zum Beispiel. Einmal in der Stunde. Ja, oder so ein Klingelzeichen. Da gibt es auch verschiedene Apps, die das schon so vorprogrammieren. Das ist wie eine Erinnerung. Auch dass du sagst Ach, wie ist denn das gerade mit mir? Mhm. So ein Check-in Was ist gerade los? Wo? Wie sitze ich gerade? Wie? Wo? Wie geht meine Atmung? Lies die noch. Ja, und dadurch ist die Chance einfach größer, dass du es gut integrieren kannst.

Das ist eine gute Idee.

Weil das ist jetzt dein Job. Du hast Erkenntnisse, du hast Neues gelernt und das zu integrieren, das ist schon eine Aufgabe. Ja.

Auf jeden Fall. Genau.

Ja, wir haben ja auch ganz. Wir haben gar nicht an der Bildschirmarbeit gearbeitet, als du hier warst, weil das war zu dem Zeitpunkt für dich nicht relevant. Ich mache das ansonsten ja sehr oft mit meinen Klienten. Aber wir haben eben das genommen, was für dich zu dem Zeitpunkt wichtig war. Und das war zum Beispiel das Sitzen am Boden mit deinen Kindern, mit denen zusammenspielen, Ja. Ja, und es war Kinderwagenschieben. Da hast du selber was sehr Interessantes entdeckt. Das war aber auch einfach gehen durch den Raum. Also solche Grundbewegungsarten und Muster haben wir uns angeschaut. Hast du davon irgendwas in deinen Alltag mit den Kindern übernehmen können?

Ja, also auf jeden Fall beim auf dem Boden sitzen da. Es geht ja nicht nur darum, dass man sich das so mental bewusst macht, sondern auch so durch so Hilfen, damit eben die Körperhaltung so ja kommen kann, eben wie sie soll, sage ich mal, Und da zum Beispiel diesen Sitzerhöhung, da habe ich mir jetzt so eine, so eine zusammengefaltete, etwas, so eine härtere Decke sage ich jetzt einfach mal, die hat nicht so einknickt. Ähm, die habe ich mir jetzt zurechtgelegt und die kann ich mir dann immer und dann ziehen, wenn ich dann auf dem Boden sitz oder so, da versuche ich dann schon, meinem Körper auch zu helfen, wieder in diese eigentlich ursprüngliche Haltung zu gelangen sozusagen. Das ist mir halt einfacher fällt. Und ähm, ja, beim Kinderwagen, da war es ja eher auch so was Mentales, dieses ich schaffe Raum zwischen meinen Armen, die jetzt schieben und generell meinem, meinem Kopf oder meinem Körper. Also dass das der Raum vor mir so frei wird, sage ich mal, dass das hat mir dann geholfen, mich so innerlich aufzurichten irgendwie. Und dann folgte das so, das fand ich, hat sich gut angefühlt und natürlich angefühlt. Und das waren so die Hauptsachen mit den Kindern eigentlich. Nee, also wo es zum Beispiel nicht gut funktioniert, das wird aber jetzt immer weniger und ich trage ja unsere Kleine auch in der Trage noch ab und an und da muss ich sagen, da kriege ich das nicht hin, da ist so viel Gewicht auch vorne und so viel. Also da bin ich mit anderen Sachen beschäftigt, also kopfmäßig, aber da denke ich, gut, das wird sich irgendwann geben und bei den anderen Sachen versuche ich das dann mehr zu integrieren und das klappt schon da ganz gut.

Ja, Ja, Super. Das ist toll, dass du das so integrieren kannst. Ja, genau. Und, ähm, wenn du jetzt hier in der Nähe wärst, dann könnten wir natürlich noch mal auch gucken, Wie geht das mit der Trage vorne? Das könnten wir auch online machen. Aber es ist auch völlig okay zu sagen, ich integriere es in den Bereich und den lasse ich außen vor, weil das ist ja auch endlich. Du wirst das nicht nicht so lange machen. Nee. Genau. Ja, du hast mich ja im März angerufen und da hattest du eine Motivation, warum du überhaupt zum Telefonhörer greifst oder dich überhaupt informiert hast. Ähm, ob und wo es in Alexander Technik Lehrer Lehrerin für dich gibt? Was war deine ursprüngliche Motivation und dein Bedarf, den du hattest? Und ist das erfüllt worden für dich?

Ja, es war also generell. Weiß ich ja oder merke ich, dass einfach meine Körperhaltung nicht ideal ist, einfach weil ich auch dann zum Teil ganz viele Rücken und Nackenschmerzen hatte und auch so, wenn ich mich dann mal betrachte, wenn man irgendwie was kennt man ja, wenn man mal an einem Schaufenster vorbeiläuft, dann nimmt man sich selber denkt Oh Gott, laufe ich der es also hat mir nicht gefallen und hat sich auch nicht gut angefühlt. Und ich mache zwar auch zu Hause oder privat generell schon ganz lange Sport und Yoga und wie auch immer. Und da gelingt mir das zwar, so eine bessere Haltung einzunehmen, aber es ist immer nur ich sag mal, diesen Moment. Und dann habe ich auch ganz viele andere Sachen versucht. Ich war zum Beispiel auch mal bei einem Orthopäden, habe mal gehört, dass der einfach mal guckt. Habe ich vielleicht irgendwelche anatomischen Voraussetzungen, die mir das eh schwer machen, dass ich mich in eine gute Haltung begebe oder so? Ja, ich habe wie gesagt verschiedene Sachen ausprobiert und habe aber immer gemerkt also egal was es auch so sportlich oder bewegungsmäßig war, das ist immer nur in dem Moment klappt. Und im Alltag halt irgendwie nicht. Also ich fand das immer blöd und ich wollte auch nicht, wenn mir dann jemand gesagt hat, na ja, so bewusst machen mit dieser Haltung und den Schultern zurück und so ein bisschen Doppelkinn, da habe ich irgendwie das Gefühl gehabt, das ist auch nicht richtig. Also das sieht erstmal so okay aus. Aber ich habe mich gefühlt, als hätte ich mir einen Stock dort hinten reingesteckt und das war so unnatürlich.

Und ich dachte immer, das kann eigentlich auch nicht sein, dass ich jetzt immer auf wie auf Krampf entgegenwirken muss. Das fand ich irgendwie. Nicht richtig. Und dann habe ich durch einen ganz witzigen Zufall ich lese auch gerne mal so hier Apothekenrundschau und so Gesundheitszeitschriften und so, Na das interessiert mich halt auch und bin auf den Artikel zu Alexandertechnik gestoßen und da hatte ich was und das habe ich noch nie gehört. Das gibt’s ja gar nicht, weil sonst hat man, also kriege ich ja immer mal so Sachen mit. Und dann dachte ich, das habe ich noch nie irgendwie gehört und habe das mal gegoogelt und dachte, das ist ja cool irgendwie so vom Prinzip. Weil die Herangehensweise da eine ganz andere war und ich einfach für mich denke, das ist viel einfach Kopfsache. Und da habe ich dann gedacht wie mache ich denn das? Habe auch so festgestellt, so in Sachsen ist das, glaube ich, irgendwie nicht so verbreitet, so Trainerin oder Trainer dafür. Und habe gedacht, ach, in Darmstadt gibt es sowas bestimmt und ich bin ja bald wieder quasi auf Heimatbesuch bei meinen Eltern und da bin ich eben auf dich gestoßen. Und fand eben auch deine Webseite und sowas ansprechend. Da habe ich gedacht da. Da werde ich da einfach mal anschreiben. Und meine Motivation war eben die ja, wie gesagt, das in den Alltag zu integrieren, so dauerhaft und nicht nur, wenn ich auf meiner Yogamatte sitze und denke ah ja, jetzt geht’s. Sondern wie kriege ich das auch so hin? Na und? Das war so der der Hintergrund, warum ich dann mich an dich gewendet habe.

Und würdest du sagen, das war erfolgreich für dich?

Ähm, es war insoweit bisher erfolgreich, dass ich eben ein Bewusstsein dafür bekommen habe, dass es eben nicht dieses Gegensteuern ist. Und was ich auch ganz hilfreich fand, das hätte ich wirklich nicht gedacht. Ähm, das meine die Wahrnehmung meiner Körperhaltung. Also so wie ich immer dachte, wie sie ist, eigentlich gar nicht so war. Also ich habe ja immer gedacht, ich laufe auf eine bestimmte Art und Weise oder bin so nach vorne gebuckelt und die keine Ahnung, die Schultern sind zu weit hinten oder zu weit vorne oder wie auch immer. Und dann hast du mich ja vor den Spiegel gestellt und ich dachte. Äh, ne, irgendwie. Dann hast du mir das ja so gezeigt. Wieso? Die Achse ist da dachte ich, das gibt’s ja gar nicht. Also man theoretisch auch dieses bewusste Gegensteuern war eigentlich verkehrt, weil es gar nicht so gestimmt hat wie ich. Nee, das war nicht das Gegenwirken, weil ich so gar nicht in der Ursprungsform war. Also das hat nicht so gepasst und das hat mir einfach schon weitergeholfen, da ich dachte, du bist von ganz anderen Sachen ausgegangen, immer. Na und? Dass da einfach jemand ist, der dann doch mal mit einem anderen Blick drauf guckt und so das einem zeigt, der guckt mal deine Schultern, die sollen ja leicht vor dem Körper sein, die sind nicht so, das ist unnatürlich. Und ich dachte hey, stimmt irgendwie, da brauche ich auch nicht die ganze Zeit so machen. Und das fand ich einfach sehr hilfreich. Und da denke ich einfach, es geht jetzt halt, wie schon gesagt, um dieses Trainieren. Ich weiß, das ist das falsche Wort, mentale Trainieren und ja, aber ich denke, das ist eine gute Voraussetzung. Einfach, dass man das sich mal bewusst gemacht hat, mal gesehen hat und weiß, wo geht der Weg lang.

Sehr schön. Das freut mich sehr. Ja, und das Phänomen, was du gerade beschreibst und was auch so ein Blick von außen notwendig macht. Mhm. Das nennt Alexander, der die Methode ja begründet hat, eine fehlerhafte Sinnesinterpretation. Mhm. Also das, was wir wahrnehmen, das interpretieren wir auf eine ungünstige, fehlerhafte Art und Weise und die kann sich ja nur orientieren an dem, was wir schon kennen. Ja, ja, und das, was wir häufig machen, ist unser in unserem Gehirn einfach als gut und richtig abgespeichert. Und das wiederholen wir und wiederholen wir. Ob das jetzt für unseren Körper, unsere Gesundheit gut ist oder nicht, das fragt unser Gehirn nicht. Das ist da leider quantitativ ausgerichtet. Ja und? Und fragt nicht nach der Qualität. Das kann das Gehirn nicht beurteilen. Aber was ich wirklich bei dir ziemlich cool finde, ist, dass du so ein deutliches Gespür dafür hattest, was dir gut tut und was nicht. Und dass du so einen inneren Zweifel hattest. Das kann doch nicht sein, dass ich so viel machen muss. Ja. Ja, und so viel dagegen arbeiten muss. Und ja, das ist auch nicht richtig. Also, wenn es zu anstrengend ist, dann ist irgendwas falsch.

Das kann man jetzt einfach mal so ganz klar sagen. Und jetzt so ganz generell. Du hast unheimlich viel mitgenommen, finde ich jetzt von den zwei Stunden und unserem Gespräch vorher. Wenn man so ganz generell das jetzt sagt wie viele Alexander Technik Stunden. Da kann man einkalkulieren, bis man das selbstständig in möglichst vielen Situationen im Alltag integrieren kann. Dann sagt man schon mindestens zehn Stunden. So von diesen Einzelstunden. Und das ist wieder dann individuell unterschiedlich. 10 bis 30 Stunden kann es auch gehen. Und ich habe auch Klienten, die ich seit 20 Jahren begleite, die einmal im Monat kommen und das ist dann mehr so eine Lebensbegleitung. Ja, ne, aber ich erinnere mich selber daran, als ich meine ersten ich hatte glaube ich fünf Stunden in New York, ähm, bei meiner ersten Alexandertechnik Lehrerin. Ich bin dann zurückgekommen nach Deutschland und ich habe gedacht Boah, mein ganzes Leben ist komplett anders. Und das war nur der Anfang. Aber eben, es ist schön zu sehen, was schon zwei Stunden bewirken können. Mhm. Wo würdest du jetzt Grenzen sehen aus deiner bisherigen Erfahrung, was machbar ist, was für dich persönlich machbar ist?

Grenzen, das kommt wirklich, glaube ich, auf die Art, also auf die Person selbst drauf an? Also ich glaube manche, wie du schon sagtest, brauchen vielleicht auch mehr Begleitung. Und je nachdem, was man für eine eigene Körperwahrnehmung hat oder so ähm, manche können das vielleicht ein bisschen schneller in den Alltag integrieren, manche nicht. Und ich denke was, aber auf jeden Fall. Hilfreich ist dieses, wie du schon sagtest, das fand ich jetzt ganz auch für mich jetzt ganz gut, dass man sich doch immer. Man muss sich irgendwie so Erinnerungssachen im Alltag schaffen, weil sonst also Grenze in dem Sinne der Alltag ist so routiniert und so, man rattert da so durch. Also so geht das bei mir zumindest mit einem Job zwei Kinder jetzt sowieso noch.  Wenn man jetzt wieder arbeiten geht, wie kriegt man Haushalt, Kochen, Wäsche, Kinder und ein bisschen Freizeit will man ja auch haben, so unter. Und da das ja nichts ist, was man so wie gesagt schon gelernt hat oder was man schon so kennt, braucht es einfach noch häufiger Anstöße. Und deshalb finde ich, der Alltag kann eine Grenze sein, aber man braucht eben Sachen, die einen dann so. Ich geh mal kurz in dich. Halt mal kurz inne. Und das ist ja wirklich nur so ein kurzer Moment, wenn man da mal eine Stunde eben hatte bei dir oder ein paar, wo man weiß so die Grundlagen, auf was man so achten kann.

Da hilft das schon, dass man mal denkt, okay, warte mal, wie sind Sie? Also ich habe, das merke ich selbst jetzt beim Gespräch so zwischendrin, was ich bei mir so anspannt, was ich dann nicht, wo ich dann denke Hey, lass mal so lockerlassen und so und ich finde einfach man es gibt Grenzen, die kann man durch so kleine Sachen überwinden und sonst ist das glaube ich was sehr Individuelles irgendwie. Also das ist so eine generelle Grenze gibt es da eigentlich glaube ich nicht. Also weil es einfach vom Prinzip denke ich immer steckt ja in uns allen drin. Also wir sind ja alle. Ja, biologisch sage ich mal, und anatomisch ist uns das ja eigentlich mit in die Wiege gelegt. Also wenn ich habe ja schon mal bei dir auch gesagt, wenn ich meine Kinder auf dem Boden sitzen spielen sehe, die haben eine Körperhaltung, da träume ich von wirklich, die sitzen aufrecht mit den Füßen, so nach vorne, so in einem L, wo ich schon Schwierigkeiten, also wo ich schon so denke okay, also da, da komme ich dann automatisch in so einen runter. Da sitzen die mit einer Leichtigkeit, wo man denkt Boah. Genial und da wieder hinzukommen. Ich glaube, das gelingt.

Das kann auf jeden Fall gelingen. Ja. Genau. Und schön ist es auch, wenn man gerade bei Kindern auch so Rahmenbedingungen schafft, dass sie das sich möglichst lange bewahren können. Ja. Denn wenn die in den Kindergarten kommen und auch andere Vorbilder haben, dann rutscht es leider so ein bisschen in den Hintergrund. Mhm. Und da auch immer wieder gucken, viel auf dem Boden sitzen und viele Balancierangebote machen. Denn wenn der Körper sich ausbalancieren muss in irgendeiner Form, sei das durch Klettern oder Balancebretter oder sowas. Das ist alles sehr, sehr hilfreich für Kinder, dass sie da drinbleiben. Mhm. Und nicht nur hocken und vor sich hinzocken. Da sind sie noch ein bisschen entfernt. Deine Kinder sind ein und drei Jahre alt. Noch ist da alles gut und es wird irgendwann weniger. Diese Leichtigkeit im Sitzen, die verliert sich tatsächlich. Ich habe ja lange Jahre auch Tanz unterrichtet und kreativen Kindertanz ab vier Jahre. Und wenn man da so am Anfang im Kreis gesessen hat, war leider bei zwei Dritteln das schon vorbei, dass die mit Leichtigkeit sitzen konnten, mit vier Jahren, das ist traurig, aber man kann da gegensteuern, gerade mit vielen Balancier- und Bewegungsangeboten. Ja, und natürlich wo man, wie man auch da gegensteuern kann ist, indem man sich selbst anders verhält. Weil für die Kinder sind wir als Erwachsene und gerade als direkte Eltern natürlich die Vorbilder. Noch bist du die Tollste, für sie.

Noch.

Die waren. Ändert sich das? Ich bin schon durch die Pubertät durch, also das dreht sich ja. Aber am Anfang ist es so, so wichtig, auch körperlich ein Vorbild zu sein. Weil das nehmen die unbewusst alles mit. Mhm und. Aber ich finde die größte Sache hast du schon, dass du gnädig mit dir bist. Mhm. Ja. Dieses wohlwollend mit sich selbst sein. Sich nicht, ähm. Auch nicht innerlich zu bestrafen, wenn man was mal nicht richtig gemacht hat. Vermeintlich richtig. Ja, das ist total viel wert und das nehmen die auch mit.

Hm.

Ja, noch so eine Frage zum Schluss Wem würdest du Alexandertechnik empfehlen? Wer hat da was von aus deiner Sicht?

Also ich finde eigentlich alle so blöd es klingt einfach, weil dieses. Das merkt man ja schon. Generell ist ja das Thema Körperhaltung schon allein wegen den ganzen Rückenleiden leiden, die ja wirklich jeder hat. Ähm. So ein, so ein Thema, das ist ja überall präsent. Also jeder, zum Beispiel bei meiner Schwiegermutti, die ist zum Beispiel Erzieherin, war vorher in der Altenpflege, also die kann ein Lied davon singen, wie das ist, auf dem Boden zu sitzen und irgendwie mit Kindern sich zu beschäftigen oder wie es ist, erwachsene Leute zu manövrieren oder so oder bei meiner Mutti, die irgendwie in der Disposition so arbeitet und Kisten über Kopf aus Regalen heben muss oder sowas, wo man so denkt, ja hm. Und natürlich geht es auch darum, sage ich mal, seine Rumpfmuskulatur und Haltungsmuskulatur zu stärken. Das ja, also es gibt natürlich auch andere Sachen, nur ich finde eben dieses Bewusstmachen so, das hat man irgendwie fast gar nicht. Also in ganz vielen, ich nenne es jetzt mal Disziplinen, geht es ja immer darum, was zu trainieren, wie spanne ich was an, wie stärke ich etwas und so? Und das ist bestimmt auch eine ganz wichtige Grundlage.

Nur dieses Bewusstmachen und dieses Loslassen, wie gesagt, das fand ich für mich so das Entscheidende von Nee, du musst nicht in eine andere Richtung drücken und du musst nicht immer alles trainieren, dass du hier solche Stiernacken bekommst, damit dein Kopf nach hinten gezogen wird und du dann irgendwie mal. Was? Ja. Ich weiß nicht, wer das so von Natur aus noch hat. Und deshalb so generell geht es vielleicht gar nicht darum, dass jetzt jeder so fünf oder zehn Stunden oder so macht, aber es müsste irgendwas so geben, dass man immer mal wieder so diese Bewusstmachung bekommt und einfach mal. Wie du sagtest, am Anfang diese diese Fehlinterpretation von der von der Körperhaltung, dass man sowas mal gehört hat und wenn dann von dann für sich was mitnehmen kann, gut und ja wenn nicht okay. Aber dass man da einfach mal so ein Grundverständnis dafür bekommt. Es geht nicht darum, so zu drücken oder so zu drücken, sondern. Loslassen und das so freizukriegen. Wieder das. Ich finde, es kann keinem schaden. Also ich finde, da kann jeder was mitnehmen von.

Ja, danke. Ich finde das natürlich auch. Das ist ganz klar.

Ja.

Ja und? Also das klingt jetzt so, wie du es sagst. Eigentlich sollte das ein Schulfach sein oder zumindest mal ein Teil Teilabschnitt, dass man sich selbst als Mensch wirklich gut kennt. Ja, so auch. Wir kriegen ja keine Gebrauchsanweisung mit, wenn wir hier auf dieser Erde landen. Und wir versuchen unser Bestes, indem wir nachahmen, was andere uns bieten, vormachen. Und das geht halt manchmal nach hinten los, Ja. Ja, und das also so eine grundlegende Information darüber zu haben und dann entscheiden zu können, was mache ich damit? Genau das. Das ist auch absolut in meinem Sinne und ich denke, durch diesen Podcast haben wir da auch einen Teil zu beigetragen, denn die Info ist jetzt schon mal raus.

Sehr gut.

Ja Nicole, ganz herzlichen Dank, dass du dir Zeit genommen hast für dieses Gespräch.

Gerne.

Und deine Erkenntnisse jetzt auch. Andere Menschen befruchten können bereichern können. Und ich freue mich, wenn du wieder nach Darmstadt kommst, wenn du mich auch wieder besuchen kommst.

Jawoll, das.

Kriegen wir bestimmt hin.

Sehr schön. Dann Tschüss.

Tschüss.

Veränderungen entschlüsseln für mehr Erfolg und Gesundheit Lenz 4 Business Der Podcast für Menschen und Organisationen von und mit Maike Lenz-Scheele.